Gran Val Müst­a­ir

Getrei­de­an­bau und ‑ver­ar­bei­tung haben im Val Müst­a­ir eine lan­ge Tra­di­ti­on. Die Mei­er-beck AG in Sta. Maria ist auf die Her­stel­lung loka­ler und bio­lo­gi­scher Getrei­de­pro­duk­te spe­zia­li­siert. Auch die Bäcke­rei Cate­ri­na Bott in müst­a­ir arbei­tet mit ein­hei­mi­schem Getrei­de. Zusam­men mit der Bios­fera Val Müst­a­ir möch­te die Agri­cul­tu­ra Jau­ra GmbH Anbau, Ver­ar­bei­tung und Ver­ede­lung loka­ler (Bio-)Getreide erwei­tern.

Pro­jekt neue Getrei­de­sam­mel­stel­le

Der Getrei­de­an­bau hat im Val Müst­a­ir eine lan­ge Tra­di­ti­on, frü­her wur­de vor allem Selbst­ver­sor­gung betrie­ben. Rog­gen als Brot­ge­trei­de, Ger­ste als Vieh­fut­ter. Jeder Bau­er hat­te einen oder meh­re­re Getrei­de­äcker.
In der Zeit des zwei­ten Welt­kriegs führ­te der Bund die soge­nann­te «Mahl­prä­mie» ein, um den Getrei­de­an­bau und die Selbst­ver­sor­gung des Lan­des mit eige­nem Mehl zu sichern, die­se wur­de bis anfangs der 1980er Jah­re bei­be­hal­ten und so war der Getrei­de­bau wirt­schaft­lich inter­es­sant. Im Val Müst­a­ir löste der Wei­zen den Rog­gen als Brot­ge­trei­de ab, weil er höhe­re Erträ­ge brach­te und als Som­mer­ge­trei­de ange­baut wer­den konn­te. Neu wur­de auch Hafer als Vieh­fut­ter ange­baut.
Die Ange­bau­te Flä­che nahm im Tal ste­tig zu und erreich­te Mit­te der 80er Jah­re einen Höchst­stand von ca. 100 ha.
1985 konn­te über die Gesamt­me­lio­ra­ti­on die neue Sam­mel­stel­le bei der Müh­le in Müst­a­ir rea­li­siert wer­den, was damals einem Quan­ten­sprung ent­sprach. Das Getrei­de kann dort getrock­net, gerei­nigt und gela­gert wer­den und in der dane­ben­ste­hen­den Müh­le ver­mah­len oder als Vieh­fut­ter gebro­chen wer­den. Die Müh­le muss­te den Betrieb aus lebens­mit­tel­tech­ni­schen Grün­den vor ca. 10 Jah­ren ein­stel­len, die Sam­mel­stel­le erfüllt bis heu­te ihren Zweck.
In den Jah­ren 1996 bis ca.2010 ging die ange­bau­te Getrei­de­flä­che im Tal mar­kant zurück bis auf ein Mini­mum von 12ha. Die Grün­de waren die neue Direkt­zah­lungs­ver­ord­nung des Bun­des, die sehr tier­la­stig war und die Umstel­lung vie­ler Bau­ern auf den Bio Land­bau, was eine Her­aus­for­de­rung in der Unkraut­be­kämp­fung bedeu­te­te.
Heu­te wer­den im Val Müst­a­ir wie­der 32 ha Getrei­de ange­baut, Ten­denz stei­gend. Die Bio Bau­ern haben sich der Pro­du­zen­ten­or­ga­ni­sa­ti­on «Gran Alpin» ange­schlos­sen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eine Erfolgs­ge­schich­te schrieb. Gran Alpin Pro­duk­te boo­men und es wer­den sehr gute Prei­se fürs Getrei­de bezahlt. Ca. 14 % oder 80 Ton­nen des Gran Alpin Getrei­des wer­den im Mün­ster­tal pro­du­ziert, der gröss­te Teil wird im Ber­gell von der Müh­le Scar­tazzini ver­mah­len und dann in Sta. Maria von Mei­er Beck zu aus­ge­zeich­ne­ten Brot­spe­zia­li­tä­ten ver­ar­bei­tet.

Ver­kauf

Das bio­lo­gi­sche Getrei­de­mehl und die Spe­zia­li­tä­ten aus der Bäcke­rei Mei­er (Schai­blet­tas, Rog­gen­brot etc.) wer­den über Granal­pin, die loka­le Ver­kaufs­stel­le in der Bäcke­rei und im Klo­ster sowie die Bios­fera (Mes­sen, Märk­te, Sur­praisa Jau­ra) und die Gastro­no­mie abge­setzt. Trä­ge­rin der Getrei­de­ver­ar­bei­tung ist die Socie­tà Graun Jau­er.